Unsere kleine Süße musste ja früher oder später unters Messer. Und da wir während unseres Urlaubs sie zu Freunden geben wollen, die zwei Kater, darunter einen potenten, haben, musste dies nun früher sein. Und so waren wir am 25.08. nach Stutensee gefahren, zum Tierarzt unserer Züchter. Während der Fahrt war sie ganz schon frech und terror-mäßig unterwegs, einmal ist sie sogar aus dem Transport-Käfig geklettert und wollte es sich auf der Hutablage bequem machen. Nach der Kastration holten wir unser Katzi ab, sie war noch ganz groggy.
Erst daheim erwachte sie so langsam aus der Narkose, und es war irgendwie witzig, wie sie durch die Wohnung torkelte. Als ob sie zuviel getrunken hätte. Um sie vom Lecken an der Naht bzw. Wunde abzuhalten, machten wir ihr ein "Cape", doch das war natürlich nichts, was unsere Katze aufhalten konnte. Auch provisorisch aus T-Shirts geschneiderte Schläuche hat unser "Houdini" in null-komma-nix ausgezogen. Dadurch hielt sie uns die ganze Nacht ganz schön auf Trab. Die nächste Lösung, eine flexible Bandage, war auf Dauer kein Hindernis, und ihre Wunde wurde entsprechend nicht besser. Ein weiterer Besuch beim Tierarzt wurde unausweichlich, und am 1. September besuchten wir das erste Mal die Kleintierklinik in unserer Parallelstrasse. Nach großem "Ah, ist die hübsch!" und "Oh, ist die aber süß!" wurde unserer Unity Antibiotikum gespritzt und ein Trichter aufgesetzt. Jetzt ist sie noch unkuscheliger, kratzt permanent an diesem "Lampenschirm", sprint weniger durch die Wohnung und sieht insgesamt unglücklicher aus.Gestern schaffte sie es letztendlich doch, sich auch aus diesem Trichter rauszuwurschteln. Hoffentlich kann sie ihn bald endgültig loswerden, die Wunde sieht schon wesentlich besser aus. Wir freuen uns schon, wieder mit unseren kleinen Süßen kuscheln zu können...